Zertifizierungen und geschützte Berufe

In Deutschland ist alles reglementiert.

Wirklich?

Heute möchte ich mit dir darüber reden, welche Berufsbezeichnungen geschützt sind, von welchen Stellen man eine Zertifizierung erhält und in welchen Branchen zur Vorsicht geraten werden muss.

Was für Berufsbezeichnungen sind geschützt?

eine Prüfung vor der IHK belegt die Expertise

Wenn du dir einen Installateur nach Hause holst und ihn eine neue Heizung einbauen lässt, kannst du dich darauf verlassen, dass er oder sie mindestens die Gesellenprüfung bestanden hat. Du weißt also, dass der Handwerker vor dir grundlegend Ahnung von der Materie hat und Berufserfahrung mitbringt.

Gleiches gilt für den Arzt der dich behandelt, den Lehrer der deine Kinder unterrichtet, den Piloten der dein Flugzeug steuert.

Vor allem in Bereichen, in denen du dich auf die Expertise verlassen musst und schwerwiegende Fehler unterlaufen können, gilt das.

Welche Berufe sind nicht geschützt?

Nicht in allen Berufen mischt sich der Staat oder von ihm beauftragte Unternehmen ein. An vielen Stellen lässt er uns einfach machen. Willst du beispielsweise Blogger werden, so wie ich, kannst du morgen direkt loslegen. Niemand wird dir im Wege stehen. Gleiches gilt für Möbelpacker, Autoren, IT-Dienstleister und viele weitere Berufe.

Berufe mit und ohne Zertifizierung

Für potentielle Kunden ist es häufig schwierig zu entscheiden, welcher Anbieter seriös, qualifiziert und erfahren ist. Schließlich ruft man sie meist an, wenn man selber nicht mehr weiter weiß. Daher gibt es zahlreiche private Unternehmen, die Dienstleister zertifizieren. Das Problem: Meist besteht das Geschäftsmodell daraus, so viele Zertifizierungen wie möglich auszustellen.

Wenn du beispielsweise als Freier Redner oder Freie Rednerin arbeiten möchtest, steht dir das frei. Sobald du deinen ersten Kunden gewonnen hast, kannst du loslegen. Es gibt allerdings auch Anbieter, die eine fundierte Ausbildung anbieten. Doch woher weiß der Kunde, ob du diese durchlaufen hast?

Die IHK Köln bietet daher Zertifikate an, die belegen, dass man eine Prüfung vor einer fachkundigen Prüfungskommission abgelegt hat. Diese sind nicht für die Berufsausbildung der ungeschützten Berufe notwendig. Sie schaffen allerdings Vertrauen und sind ein Beleg für die eigene Expertise.

Die IHK genießt einen guten Ruf und entgegen vielen privater und profitorientierter Unternehmen kann man hier Zertifikate nicht käuflich erwerben, sondern muss eine seriöse Prüfung ablegen.

Wo möglich, rate ich jedem dies zu tun. Die Investitionen halten sich meist im Rahmen und werden durch die deutlich erleichterte Kundengewinnung überwogen.

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