Nahrungsergänzungsmittel aus Fernost – Nicht besonders klimafreundlich

Im Jahr 2019 gab es zwei große Trends. Auf der einen Seite haben die Menschen erkannt, dass wir das Klima schützen müssen und auf der anderen Seite haben immer mehr Personen daran gearbeitet gesünder zu leben.

Für das Klima wurde gestreikt (ich berichte über Fridays for Future), mit der Bahn gefahren und regionale Produkte wurden unterstützt. Ein nobles Anliegen.

Um die Gesundheit zu fördern wurde Sport getrieben, mehr Gemüse und Obst gegessen und Fertigprodukte im Supermarkt gemieden. Auch dieser Wandel hat viele positive Seiten. Aber auch Nahrungsergänzungsmittel wurden wie verrückt konsumiert, leider oft ohne Sinn und Verstand.

Supplements aus China – eine katastrophale Klimabilanz

Aus chinesischen Wäldern kommen viele Nahrungsergänzungsmittel

Die meisten guten Nahrungsergänzungsmittel kommen aus China, oder Asien. Das liegt vor allem daran, dass dort die Naturheilkunde ihre Wurzeln hat und das chinesische Volk bereits seit tausenden Jahren Kräuter und Gewächse anwendet, um gesund und fit zu bleiben. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) hat auch in Deutschland an Popularität gewonnen. Vor allem unter jenen, die auf Medikamente verzichten wollen, ist sie sehr beliebt.

Doch wer Interesse an dem Wohlergehen der Umwelt hat, sollte sich bewusst machen, dass es nicht sonderlich nachhaltig ist diese fremden Wirkstoffe um die halbe Welt zu versenden. Egal ob im Flugzeug oder auf dem Schiff: Es werden große Mengen CO2 freigesetzt.

Deutlich nachhaltiger ist es sich auf die Suche nach europäischen Alternativen zu machen. Für die meisten Heilpflanzen gibt es ein Pendant, welches auch in unseren Breitengraden wächst. Ein gutes Beispiel dafür ist die ständig steigende Nachfrage nach Libido fördernden Mitteln. In China wird dazu beispielsweise Tongkat Ali verwendet. Doch auch in Europa hat ein ähnliches Kraut eine lange Historie. Erstmals in Bulgarien erforscht ist ein Pulver aus Erdburzeldorn als natürliches Potenzmittel bekannt und beliebt.

Auch in Deutschland wachsen Heilkräuter

Mittlerweile werden in Deutschland viele altbekannte Heilkräuter wieder nachgefragt. Einige Unternehmen haben sich sogar auf deren Anbau und die Weiterverarbeitung spezialisiert. Es ist an der Zeit, dass die Menschen wieder lernen, wofür sie eingesetzt werden. Einzelne Pflanzen wie beispielsweise Baldrian werden gerne und oft eingenommen, doch die Mehrzahl der Wirkstoffe ist noch immer unbekannt.
Bevor wir also ausländische Produkte importieren, sollten wir uns lieber die Zeit nehmen und recherchieren, welche Alternativen wir in Deutschland und unseren Nachbarländern vorfinden. Das stärkt nicht nur die hiesige Wirtschaft, sondern würde das Klima nachhaltig entlasten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.