Ärztemangel auf dem Land – Lösungsvorschläge

Ärztemangel auf dem Land – Lösungsvorschläge

Heute möchte ich ein paar potentielle Lösungsvorschläge in den Raum stellen.

Auf dem Land gibt es zu wenige Ärzte. Gerade dort, wo die Bevölkerung immer älter wird, ist das ein zunehmendes Problem. Während der Corona-Pandemie hat sich besonders gravierend gezeigt, dass die ungenügende Dichte an Ärzten schnell Menschenleben kosten kann. Die Landflucht hält noch immer an und etliche Haushalte bleiben dabei auf der Strecke. Nicht nur aus gesundheitlicher Sicht ist das ein Problem. Auch hinsichtlich des zusätzlich benötigten Wohnraumes ist das ein diskussionswürdiges Thema.

Abbau der Bürokratie

Nur wenige junge Ärzte lassen sich auf dem Land nieder

Die Bürokratie ist für Ärzte und Krankenhäuser ein enormes Hindernis. Sie benötigen Experten und geschulte Mitarbeiter um ihr begegnen zu können. Das Personal ist in der Stadt deutlich leichter als auf dem Land zu finden. Die lukrativeren Patienten tragen zudem dazu bei, dass sich die Mehrkosten schneller wieder verdienen lassen. Obwohl die meisten Ärzte nicht des Geldes wegen den Beruf ergriffen haben und in erster Linie den Patienten helfen wollen, müssen sie wirtschaftlich denken um Mitarbeiter, die Praxis und das eigene Leben finanzieren zu können.

Ein Abbau der Bürokratie würde hier Vorteile bringen und dazu beitragen, dass die Praxis auf dem Land wieder attraktiver wird. Auch die Digitalisierung kann hier einen Beitrag leisten. Wer beispielsweise das Qualitätsmanagement in der Zahnarztpraxis digital und teilweise automatisiert erledigen kann, ist in der Lage in der gewonnenen Zeit Patienten zu behandeln, mehr Leid zu lindern und Geld zu verdienen.

Digitale Studiengänge anbieten

Wer Medizin studieren möchte, braucht dazu eine Universität und gute Professoren. Diese findet man meist größeren Städten und kann hier zudem das Leben als Student verbringen. Oft findet man hier Freunde fürs Leben und die große Liebe. Auch nach dem Studium wollen viele junge Mediziner die Stadt nicht verlassen und die sozialen Kontakte riskieren. Sie bleiben und fehlen anschließend auf dem Land.

Wäre es ihnen möglich gewesen auch in ländlichen Gegenden ein ausgezeichnetes Studium zu genießen, wären sie vielleicht dort heimisch geblieben. Dies kann man durch bessere Pendel-Möglichkeiten und digitale Veranstaltungen erreichen.

Wenn mehr junge Menschen auf dem Land studieren, können sie sich dort auf vernetzen und ein typisches Studentenleben genießen. Das würde auch den Wohnungsmarkt in universitätsnahen Gegenden der Großstadt entspannen.

Unterstützung beim Start einer Praxis auf dem Land

Eine eigene Praxis zu eröffnen ist komplex und kapitalintensiv. Es werden viele medizinische Geräte, eine geeignete Immobilie und Mitarbeiter benötigt. Zudem gibt es hohe Auflagen und Hindernisse, die es zu überwinden gilt.

Wer eine Praxis auf dem Land eröffnet könnte hier von der Kommune Unterstützung erfahren. Attraktive Finanzierungsmöglichkeiten für benötigte Ausstattungen, Zuschüsse für die Ausbildung qualifizierter Mitarbeiter und eine Stundung der Praxismiete für die ersten 12 Monate. Durch die zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätze und die Steuereinnahmen der zukünftig profitablen Praxis wäre dies auch ein gutes Geschäft für den Steuerzahler.

Haben Sie weitere Ideen um dem Problem zu begegnen? Falls ja freue ich mich sie zu hören!

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